Vereins-Historie

 
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Das Wohl und Wehe des SKICLUBS war in Blasiwald immer eine Angelegenheit des ganzen Dorfes. Vereins- und Dorfgeschichte hängen eng miteinander zusammen. Das erkennt man schon daran, dass die Vereinsmeisterschaften traditionell "Ortsmeisterschaften genannt werden. Ja, man kann sagen, dass die sportlichen Erfolge, die der SCB immer wieder aufzuweisen hatte, einen nicht geringen Teil des Selbstbewusstseins der Blasiwälder ausmachen und dass sie den Namen Blasiwald weithin bekanntgemacht haben.

Skisport in Blasiwald vor der Gründung des Skiclubs

Die gegen Ende des des vorigen Jahrhunderts aus Norwegen nach Mitteleuropa überschwappende Skibewegung hatte im Jahre 1891 in Todtnau zur Gründung des ersten deutschen Skiclubs geführt. Auch in Blasiwald hatte sich um die Jahrhundertwende das "Schneeschuhlaufen" eingebürgert, wie Rudolf Morath in seinem Blasiwälder Heimatbuch belegt. Die ersten Skiern wurden oft in Eigenproduktion angefertigt, der Küfner Modispacher war einer der ersten, der sie im Handwerksbetrieb herstellte. Man dachte zunächst allerdings weniger an den Sport als vielmehr an den praktischen Nutzen, denn es war damals durchaus üblich, den lebensnotwendigen Weg nach St. Blasien oder Schluchsee zu Fuß, d.h. im Winter mit Schneereifen ausgerüstet, zurückzulegen. Dabei müssen einige junge Blasiwälder entdeckt haben, dass die Fortbewegung mit Skiern nicht nur die Wegzeiten verkürzt, sondern auch gewaltigen Spaß macht.

Dieser Spaß war es wohl, der den legendären Hauptlehrer Hügel dazu veranlasste, im Jahre 1909 das erste Blasiwälder Kinderskifest zu organisieren. Die "Frau Lehrer" ließ es sich nicht nehmen, für diesen Anlaß eine Fahne zu schneidern, die bis heute noch wohlerhalten und damit das älteste Zeugnis für den wettkampfmäßigen Skisport in Blasiwald geblieben ist.
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Vereinsgründung 1936

Die eigentliche Idee, einen "Skiclub Blasiwald" ins Leben zu rufen, soll unter mehreren Blasiwäldern aufgekommen sein, die im Auftrag der Straßenverwaltung damit beschäftigt waren, die Straße vom Lochbach zur Ortsmitte freizuschaufeln. Die Hauptinitiatoren waren dabei Anton Schnee und Hans Mahler. Ihr Plan wurde laut Protokollbuch von Ernst Beck, Paul Schlageter, Alexander Mahler, Emil Schlageter, Ernst Kaiser und Erwin Schwörer unterstützt. Auch die Gemeinde unterstützte das Vorhaben, indem sie einen Wanderpokal stiftete, der ungewöhnliche lange in Umlauf bleiben sollte, und auf dem sich später noch große Namen eintrugen.Der erste Gewinner dieses Pokals, der damals noch in der Nordischen Kombination vergeben wurde, war Joseph Maler. Diese Werbeveranstaltung, im Ortsteil Loch ausgetragen, zu deren Gelingen auch die Skivereine von St. Blasien und Schluchsee beitrugen, war ein derartiger Erfolg, dass schon vierzehn Tage später, am 26.02.1936, die Vereinsgründung im "Gasthaus Eisenbreche" vonstatten gehen konnte.

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Erster Vereinsvorstand Anton Schnee, 1936 - 1944

Die Ziele des neues Vereines waren es, "die sportliche Betätigung zu fördern und für guten Nachwuchs zu sorgen." "Der Skiclub wird daher jedes Jahr ein Kinderskifest und einen Wettkampf im Lang-, Abfahrts- und Sprunglauf durchführen. Das kameradschaftliche Verhältnis soll unter den Mitgliedern stets das beste sein...". Zum ersten Vorsitzenden, nach dem Sprachgebrauch des Dritten Reiches "Vereinsführer" genannt, wurde Anton Schnee gewählt, sein Stellvertreter war Förster Kaiser. Am 18.03.1936 wurde die Vereinsgründung durch Inkraftreten einer Vereinssatzung ausdrücklich bestätigt.
  • 21.02.1937
    Einweihung der "Habsbergschanze" mit dem ersten Wanderpreisspringen des SCB auf dem Grundstück von Wilhelm bzw. Emil Modispacher, denen für die unentgeltliche Überlassung eine beitragsfreie Mitgliedschaft zugesichert wurde. Das Vorhaben wird in über 80 freiwilligen Tagewerken mit über hundert Felssprengungen verwirklicht.
  • Neben den Wanderpreisspringen weitere Austragungen zahlreicher Lang- und Abfahrtsläufe und natürlich Kinderskifeste.
  • Auswärtserfolge der ersten Aktiven Frieda Modispacher (Frau Wegner), Karl Schlageter und Gerold Schnee bei bedeutenden Wettkämpfen bis hin zur Schwarzwaldmeisterschaft.
  • Zweiter Weltkrieg: Das Vereinsprotokollbuch endet mit dem Bericht über ein Kinderskifest am 19.02.1940.
  • 23.03.1947
    Neugründung (von der franz. Besatzungsmacht war 1945 jegliche Vereinstätigkeit aufgehoben worden) im "Gasthaus Eisenbreche". 26 Blasiwälder, darunter Hans Mahler, tragen sich in die Mitgliedsliste ein. erster Nachkriegsvorstand ist Alois Steininger. Ab 1949 übernimmt Heinrich Roiger dieses Amt, das ab 1950 für zwölf Jahre an Gerold Schnee übergeht. Vorrangiges Ziel: die Renovierung der Habsbergschanze und dafür die leere Vereinskasse zu füllen!
  • Sommer 1947
    Sommernachtsfest des SCB, bei dem auch Franzosen, italienische Waldarbeiter und deutsche Kriegsgefangene als Gäste anwesend sind. "An Eintrittsgeldern gehen 460,00 Mark ein. Außerdem werden zehn neue Mitglieder gewonnen." Besonderen Anklang finden die Weihnachtsfeiern, die ab 1947 bis weit in die siebziger Jahre jährlich am Stefanstag zusammen mit dem Musikverein veranstaltet werden.
  • 1950
    Wanderpreisspringen auf der instandgesetzten Sprungschanze um den Pokal der Gemeinde Blasiwald. Der Verein wird mit dieser Veranstaltung in Kürze im ganzen Schwarzwald bekannt. Auch der junge Georg Thoma verdient sich hier seine ersten Sporen und kann sich als Sieger 1953 + 1955 auf dem Pokal eingravieren lassen, ebenso wie 1957 der in den fünfziger Jahren im Schwarzwald bekannte Odvar Snarvold. Nach 1958 wird diese Veranstaltungskette für 10 Jahre unterbrochen, die schwere Schneelast ließ das hölzerne Anlaufgerüst zusammenbrechen.
  • Fortführung der Tradition der Kinderskifeste. 1959 gedenkt man der Anfänge und feiert das fünfzigjährige Bestehen dieser Kinderskifestradition. Mit dabei auch einige Skiveretranen von 1909, die noch fest auf den Brettern stehen!  
  • Ausrichtung der sog. Ortsmeisterschaften für "der Schule entwachsene Jugendliche". Der Sieger der Nordischen Kombination erhält den begehrten und beachteten Ortswanderpreis.
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Die Skiveteranen von 1909 von links: Stefan Schlageter, Berta Moser, Maria Schlageter, Ernst Kaiser, Linus Fischer, August Morath, Paul Schlageter und Friedrich Schwarz (etwas verdeckt)

  • Achtbare Erfolge im näheren und weiteren Schwarzwald. Seit 1950 durch Hanne Beck, Maria und Brunhilde Schlageter und im männlichen Lager Fritz Mayer, Ernst und Hermann Schlageter, Erich und Oskar Modispacher, Paul und Horst Steininger und Karlheinz Finkbeiner.
  • 1953
    Übertragung der Ausrichtung der nordischen Bezirksmeisterschaften und 1958 Übertragung der Schwarzwaldjugendmeisterschaften mit 180 Teilnehmern. Bestätigung vom Skiverband Schwarzwald, dass der SCB in der Lage sei, solche "Großveranstaltungen" durchzuführen!
  • Anfang der Sechziger Jahre
    beginnt die Nachwuchsförderung - mit ersten großen Erfolgen einzelner Aktiver - zu greifen. Neben dem Verein hat in Blasiwald immer auch die Volksschule Anteil an der sportlichen Ausbildung, deren Lehrer Fitterer und Katzenmayer eng mit der Arbeit des Skiclubs verbunden sind und in den großen Pausen eifrig mit ihren Schülern trainieren. 1960 belegen Peter Wegner und Klaus Ganter beim Kreisjugendskitag auf dem Feldberg die ersten beiden Plätze im Spezialsprunglauf.
  • 1961
    Mit Klaus Ganter stellt der SCB den ersten Teilnehmer an Deutschen Jugendmeisterschaften. Ihm folgen die Geschwister Peter und Jutta Höhnow, die dann zwischen 1962 und 1966 des öfteren an Deutschen Jugend- und Seniorenmeisterschaften teilnehmen. Jutta bringt als Mitglied der Schwarzwaldstaffel einen ersten Deutschen Meistertitel mit nach Hause.
  • 1965
    Peter Wegner kann sich in die Liste der Teilnehmer an Deutschen Jugendmeisterschaften einschreiben. Die größte Sportkarriere aber bleibt Klaus Ganter vorbehalten, der aber in der Saison 63/64 zum SC Menzenschwand wechselt. Trotzdem zählt er weiter zur Blasiwälder Skifamilie und wird als Langläufer festes Mitglied der deutschen Nationalmannschaft und neben vielen anderen Erfolgen 1968 Olympiateilnehmer in Grenoble. 1969 stirbt Klaus Ganter durch ein Unglück beim Fallschirmspringen.

Neuer Aufschwung - neue Aufgaben

  • Ab 1962 übernimmt der langjährige Schriftführer Erich Boll mit zweijähriger Unterbrechung das Amt des Vereinsvorstandes. Horst Steininger übt den Posten bis 1972 aus. Diese Dekade wird die Zeit des großen Aufschwungs genannt, der den SCB in ganz Deutschland und darüber hinaus bekannt macht. Der Grund: Der Geburtsjahrgang 1950 - der "Heilige Jahrgang", der eine ganze Reihe begeisterter und talentierter Jungen hervorbrachte: Rudi Boll, Peter Finkbeiner, Walter Morath, Robert Rosenfelder und Wolfgang Schnee (alphabetische Reihenfolge).    
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Der "Heilige Jahrgang" beim Kinderskifest

  • Noch nie hatte es in Blasiwald einen so starken Nachwuchs gegeben. Beim Kreisjugendskitag gewinnen sie 1965 gleich zwei Mannschaftspokale im Lang- und Sprunglauf. In der Folgezeit erfüllen diese "Fünfziger", zu denen sich bald auch noch die etwas jüngeren Klaus Boll, Karlheinz Mayer, Heiner Schneider und Hanspeter Schweidler stoßen, die in sie gesetzten Erwartungen. Diese junge Garde beherrscht in den folgenden Jahren in ihren jeweiligen Jugendklassen die Wettbewerbe im Springen und besonders in der nordischen Kombination im gesamten Schwarzwald.
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Die Aktiven der 60er Jahre auf einen Blick:
von links: Peter Finkbeiner,  Rudi Boll, Robert Rosenfelder, Wolfgang Schnee, Jutta Höhnow, Walter Morath, Hans-Peter Schweidler, Peter Wagner, Karl-Heinz Mayer, Klaus Boll, Margarete Kaiser, Heiner Schneider, Peter Höhnow

  • 1966 werden Walter Morath, Robert Rosenfelder und Wolfgang Schnee für die Deutschen Jugendmeisterschaften nominiert, und prompt kann sich Robert als Deutscher Jugendmeister in der nordischen Kombination auszeichnen. Beim Wanderpreisspringen desselben Jahres ist es kein Einzelfall, dass unter den ersten Zehn sieben Blasiwälder placieren.
  • In den folgenden Jahren können neben den obengenannten auch die Aktiven Rudi und Klaus Boll und Heiner Schneider bei den Deutschen Jugendmeisterschaften starten und ansprechende Placierungen erreichen.
  • Der Sprungschanzenneu- bzw. umbau wird immer dringlicher, denn die Jugend braucht ansprechende Trainingsmöglichekiten. Im Sommer 1967 wird damit begonnen. In ca. 2000 freiwilligen Arbeitsstunden zeigen die Vereinsmitglieder ihre Einsatzbereitschaft, und im Winter 1968 kann, nach zehnjähriger Zwangspause, bereits das Eröffnungsspringen mit über 100 Springern über den neuen Bakken gehen. Der Pokal wird auf Anhieb von einem Blasiwälder, von Robert Rosenfelder, gewonnen! Auch der neu gestiftete Mannschaftspokal, die erste Mannschaft wird durch Rudi Boll und Walter Morath vervollständigt, in Blasiwald.
  • 1969
    Robert Rosenfelder wird in den DSV-Kader aufgenommen und startet bei internationalen Wettkämpfen. Rudi und Klaus Boll und Walter Morath zeichnen sich bei manchen verbands- und DSV-offenen Wettkämpfen aus. Walter Morath gewinnt 1970 den Titel eines Deutschen Juniorenmeisters in der nordischen Kombination, Klaus Boll 1971 den Deutschen Jugendmeistertitel im Spezialsprunglauf.
  • Robert Rosenfelder und Klaus Boll werden Mitglieder der Nationalmannschaft. Robert gewinnt Titel in der nordischen Kombination bei Schwarzwald- und baden-württembergischen sowie einen Vizetitel bei Deutschen Meisterschaften. Er vertritt in vielen internationalen Berufungen den DSV, wobei die Ski-Weltmeisterschaft von 1974 in Falun/Schweden und die Holmenkollenspiele wohl die Höhepunkte waren. Klaus Boll qualifiziert sich in der Saison 71/71 und '1974 für die vielleicht schwerste Sprunglaufkonkurrenz überhaupt, die Vierschanzentournee. Er wird neben vielen weiteren Auslandseinsätzen zweimal zu einer Springertournee nach Japan entsandt. Weiterhin verbucht er 1973 den Titel eines Deutschen Hochschulmeisters auf seinem Konto.


Die Entwicklung in den Siebzigerjahren - und dann kamen die Mädchen!

  • Der SCB entwickelt sich in den Siebzigerjahren von der Springer- und Kombiniertenhochburg zu einem Zentrum des Mädchenlanglaufs. Aus dem großen Reservoir an "langlaufenden Mädchen" ging das Spitzentrio Ulrike Hertling, Rita Kaiser und Monika Schätzle hervor. Diese drei sowie auch die jüngeren Susanne Hertling, Heidi und Angelika Schätzle sind des öfteren auf den vorderen Rängen bei Schwarzwald-Schüler- und Deutschen Schüler-Meisterschaften zu finden. Auch Regina Schneider und Angelika Schlageter können sich für diese Wettkämpfe qualifizieren.
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von links: Ulrike Hertling, Monika Schätzle, Rita Kaiser

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  • Von den drei Spitzenläuferinnen kann Rita schon 1972 den Titel der Deutschen Schülermeisterin erlaufen. In den folgenden Jahren kommen noch viele Titel bei Schwarzwald-, Ba/Wü- und Deutschen Jugendmeisterschaften hinzu. Als Mitglied der Schwarzwaldstaffel erkämpft sie 1978 den Deutschen Jugendmeistertitel. Als Ba/Wü-Juniorenmeisterin (1979) und Schwarzwaldmeisterin in der Allgemeinen Klasse (1980) rundet sie ihre Karriere ab und gehört zeitweise auch dem DSV-Kader an.

    Ulrike Hertling
    gibt 1972 als Schwarzwald-Schülermeisterin ihren Einstand, Monika Schätzles größter Erfolg wird der Titel der Ba/Wü-Jugendmeisterin (1974). Alle drei zusammen bilden über lange Zeit eine der stärksten Mädchenstaffeln des Schwarzwaldes. Besonders deutlich wird die herausragende Bedeutung des SCB in der Mädchenstaffel bei den Schwarzwaldmeisterschaften 1975. Das Mädchentrio erläuft den Schwarzwaldjugendmeistertitel, die jüngeren Heidi und Angelika Schätzle und Susanne Hertling bringen den Schwarzwald-Schülermeistertitel nach Hause.

    In dem Jahrzehnt des Mädchenlanglaufs hat der Verein in Martin Zumkeller auch einen starken Läufer, der 1978 den Titel des Schwarzwaldjugendmeisters erobert.
  • Der SCB profiliert sich als Ausrichter von Großveranstaltungen. 1969 wird ihm die Ausrichtung der ersten nordischen Schwarzwaldschülermeisterschaften übertragen. 1972 können trotz Schneemangel, Regens und hoher Wärmegrade durch großen Arbeitseinsatz die Sprunglaufwettbewerbe der Jugend I der Deutschen Jugendskimeisterschaften auf der Habsbergschanze durchgeführt werden. 1973 folgen die Ba/Wü-Jugendmeisterschaften, 1974 die Schwarzwaldschülermeisterschaften. Die Reihe wird 1976 mit der Schwarzwaldjugend- und den Schwarzwaldschülermeisterschaften sowie einer Deutschen Talentauswahl-Veranstaltung fortgesetzt.
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Zeitnehmer von links: Peter Paul Zwicker, Peter Finkbeiner, Gerhard Hertling, Manfred Morath

  • 1978 wird unter der Leitung von Vorstand Hertling die Habsbergschanze noch einmal umgebaut, d.h. vergößert und durch eine Schülerschanze ergänzt. Wieder war die Einsatzbereitschaft des ganzen Vereins gefordert, denn der Restbetrag von DM 45.250,00 muss weitgehend durch Eigenleistung aufgebracht werden. 
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Erneute Arbeiten an der Habsbergschanze 1978

  • Im darauffolgenden Winter wird die Deutsche Schülermeisterschaft auf der neuen Anlage und auf der inzwischen im Ortsteil Althütte eingerichteten Wettkampfloipe ausgetragen.
  • Während die Mitgliederzahl des SCB 1970 noch unter 100 lag, hat sie sich bis zu Beginn der Achtziger in etwa vervierfacht. Besonders der Anteil der auswärtigen Mitglieder ist stark angewachsen.
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Die Habsbergschanze bei der Deutschen Schülermeisterschaft 1979

  • Ab 1979 war Heinz Enderle Vorstand des SCB, 1981 übernahm Andreas Mahler dieses Amt. Forstsetzung der Großveranstaltungen 1983 mit den Sprunglaufwettbewerben der Jugend I anlässlich der Deutschen Jugendmeisterschaften und 1984 mit den Schwarzwaldschülermeisterschaften.
  • Uli Boll, der jüngere Bruder von Klaus Boll, landet als 15jähriger einen Überraschungscoup und wird 1977 zusammen mit seinem Freund Georg Waldvogel vom Feldberg Deutscher Jugendmeister der Jugendklasse I. In den beiden Brüdern Wolfgang und Jürgen Dilger aus Schluchsee hat er zwei talentierte Wegbegleiter aus dem eigenen Verein. 1978 ist er bereits Mitglied im DSV-C-Kader, 1979 absolviert er seine ersten Weltcup-Springen.
  • Uli Boll wird 1980 Ba/Wü- und Deutscher Jugendmeister und nimmt in der Saison 1980 / 81 an den Junioren-Weltmeisterschaften in Schweden und in der Saioson 1980/81 an der Vierschanzentournee teil. Sein elfter Platz in Garmisch und sein vierundzwanzigster in der Gesamtwertung sind eine Sensation!
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Uli Boll

  • Im selben Jahr startet Uli u.a.auch in Sapporo und am Holmenkollen erfolgreich, im folgenden Winter nimmt er nach einem unglücklichen Beinbruch beim Fußball wieder an verschiedenen Weltcup-Springen teil. Er krönt seine bisherige Laufbahn 1985 in Braunlage mit dem DeutschenMeistertitel im Spezialsprunglauf. Der letzte Höhepunkt der Saison ist die Teilnahme an der Skiflug-Weltmeisterschaft in Planica / Jugoslawien mit dem dreiunddreißigsten Platz in der Gesamtwertung. Außerdem gelingt ihm, was sogar Georg Thoma versagt blieb, er gewinnt 1984 zum drittenmal das Wanderpreisspringen auf der Habsbergschanze und kann den seit 1936 umkämpften Wanderpokal für immer mit nach Hause nehmen.
  • Auch Wolfgang und Jürgen Dilger warten in den Achtzigerjahren mit schönen Erfolgen auf. Die Brüder werden Mitglieder des DSV-Förder-Kader. Jürgen kann schon 1981 einen Deutschen Schülermeistertitel in der Nordischen Kombination erkämpfen. Wolfgang wird 1985 überraschend Ba/Wü-Meister im Spezialsprunglauf.
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Wolfgang Dilger

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Jürgen Dilger

  • Der jüngste Nachwuchs macht  mit Jörg Wegner als aussichtsreiches Talent im Sprunglauf auf sich aufmerksam. Er und andere Jüngstspringer werden in Training und Wettkampf von Rudi Boll und Werner Birkle betreut. In der Nordischen Kombination erweist sich Christian Schwarz in den Schülerklassen als einer der Besten des Bezirks Hochschwarzwald.  
  • Ab 1982 bekommt die Langlaufdisziplin, seit 1981 mit Nachwuchssorgen, dadurch einen unerwarteten Auftrieb, dass die ehemalige Jugendläuferin Monika Schätzle (verh.Diebel) in die Wettkampfloipe zurückfindet und noch im gleichen Winter bis zur Deutschen Seniorenmeisterschaft vorstößt.
  • 1985
    Um die Habsbergschanze im besten Licht erscheinen zu lassen, beginnt eine längst fällige Baumaßnahme. Mit Zuschüssen der Gemeinde Schluchsee und des Badischen Sportbundes und mit einem hohen Anteil an Eigenleistung kann ein neuer Kampfrichterturm gebaut werden.
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Der Kampfrichterturm, erbaut 1985

Der Skiclub Blasiwald hat sich in den vergangenen Jahren in vieler Hinsicht stark verändert bzw. entwickelt. In seinen Anfangsjahren hatte er vor allem die Aufgabe, etwas Leben in den langen Winter eines abgelegenen Schwarzwalddorfes zu bringen. Man veranstaltete 1936/37 u.a. Rodelrennen, Fuchsjagden, Schauspringen udn Skibälle. In den Nachkriegsjahren war die Rolle, der einem Skiclub vorbehalten war, ganz ähnlich. Seine baldige Neugründung nach Kriegsende war sicherlich auch ein Ausdruck des Willens, wieder von vorn anzufangen, wieder aufzubauen. Mit dem Aufschwung der Fünfzigerjahre entwickelte sich auch unser Verein. Dass die Vorstandschaft 1959 entschloss, weiterhin dem wettkampfsportverpflichteten Bezirk IV (Hochschwarzwald) anzugehören, anstatt in den neugegründeten Bezirk V (Oberrhein), der eher eine Randbedeutung hatte, überzuwechseln, spricht sicherlich für gewachsenes Selbstvertrauen. Überhaupt verlagerten sich die Aufgaben immer stärker zum Wettkampfsport hin.

Zusammen mit vergleichbaren Skiclubs, etwa dem SC Bubenbach oder dem SC Rohrhardsberg, gehörte der SC Blasiwald von nun an zu den wenigen kleinen, aber äußerst aktiven Skivereinen, ohne die der nordische Skisport im Schwarzwald um vieles ärmer wäre. Die 1967 vollzogene Eintragung ins Vereinsregister machte aus unserem Skiclub einen "e.V.", klärte und verbesserte damit auch seine rechtliche Stellung. Neben der ständigen Nachwuchsförderung, die, wie wir sehen konnten, ihre einschlägigen Erfolge zeigte, stellte sich unser kleiner Skiclub als Großveranstalter von Schüler- und Jugendwettkämpfen in die Reihe der rührigsten Vereine des DSV. Die sportlichen Schwerpunkte waren seit der Gründungszeit der Spezialsprunglauf und die Nordische Kombination. Daneben tauchten immer wieder erfolgreiche Langläufer und besonders Langläuferinnen auf.

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Die Vorstandschaft im Jubiläumsjahr 1985 (von links):
Hermann Schätzle, Thomas Winterhalder, Erwin Kaiser, Bernhard Schwarz, Gerold Schnee, Josef Morath, Andreas Mahler (1. Vorsitzender), Thomas Kaiser, Karl-Heinz Mayer, Werner Weber. Hintere Reihe: Emil Hofert, Rudi Boll, Silvia Kandler, Werner Birkle, Heinz Enderle.